STADIS

STADIS ist das führende Kommunikationsprotokoll im deutschen Pauschaltouristik Markt.

Per STADIS verbinden sich Reiseveranstalter-Systeme mit den deutschen Reservierungssystemen. Diese heute GDS (Global Distribution System) genannten Computer-Reservierungs-Systeme (CRS) verbinden dann die deutschen Reisebüros mit den Veranstaltern quasi wie ein Router oder eine Telefonzentrale.

Der Ursprung von STADIS stammt von START, einem Unternehmen aus Bad Homburg, das später von Amadeus übernommen wurde. START lieferte komplette PCs an Reisebüros, auf denen dann für Buchungen von Pauschalreisen primär die legendäre TOMA-Maske angewählt wurde. Dies war seinerzeit eine Maske auf einem 80×25 Text-Terminal.

In TOMA etablierte sich im Laufe der Zeit eine Systematik, mit der die Expedienten Reisen suchen, buchen und stornieren konnten. Versuche einzelner Veranstalter, alternative „moderne“ grafische Buchungsmasken einzuführen waren bis dato nicht sehr erfolgreich.

STADIS-Datensatz

STADIS besteht aus einer Reihe von Datensätzen und einem Regelwerk, wie man z.B. eine Buchung tätigt.

Für eine Anfrage eines Expedienten werden die in der TOMA-Maske ausgefüllten Felder in den STADIS-Datensatztyp T1 übertragen und zum Veranstalter gesendet. Dieser antwortet dann mit einem von mehreren Datensätzen, je nach Art der Anfrage. Es wird auch der Datensatz unterschieden, ob eine Anfrage zu einer Buchung führen kann oder nicht.
Die Antwort des Veranstalters kann die TOMA-Maske des Expedienten auch abändern, z.B. um eine Codierung für den exakten Hin- und Rückflug ergänzen.